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Wann darf man Bäume fällen? Regeln & Fristen in NRW

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Fällzeiten, Schonzeit und wann Sie eine Genehmigung brauchen – das Wichtigste für Bochum und NRW.

Was das Gesetz regelt

Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5) verbietet es, zwischen dem 1. März und dem 30. September Bäume außerhalb von Wäldern sowie Hecken und Gebüsche abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Erlaubt bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte. Dieser Schutz gilt den brütenden Vögeln.

Bäume in Hausgärten, also auf gärtnerisch genutzten Grundflächen, sind von diesem Verbot ausdrücklich ausgenommen. Eine Fällung im Sommer ist dort nach Bundesrecht also nicht grundsätzlich verboten. Hecken und Gebüsche im Garten fallen dagegen unter das Verbot.

Der Artenschutz gilt immer

Unabhängig vom Datum verbietet das Gesetz (§ 44), Nester, Brutstätten und Quartiere geschützter Tiere zu zerstören. Brütet ein Vogel im Baum oder leben Fledermäuse in einer Baumhöhle, darf der Baum nicht gefällt werden, solange sie dort sind. Vor jeder Fällung gehört deshalb ein Blick in die Krone. Im Zweifel fällt man im Winterhalbjahr zwischen Oktober und Februar, dann sind die meisten Nester verlassen.

Wann Sie eine Genehmigung brauchen

Viele Städte im Ruhrgebiet haben eine Baumschutzsatzung. Sie legt fest, ab welchem Stammumfang ein Baum geschützt ist und welche Bäume ausgenommen sind, etwa Obstbäume oder Nadelbäume. Für einen geschützten Baum brauchen Sie vor dem Fällen eine Genehmigung der Stadt, oft auch für starke Rückschnitte. Oft verlangt die Stadt dann eine Ersatzpflanzung.

Welche Regeln in Ihrer Stadt gelten, steht in der jeweiligen Satzung. Auf unseren Standortseiten finden Sie dazu Hinweise für die Städte, in denen wir arbeiten. Fällen ohne nötige Genehmigung kann ein Bußgeld kosten.

Ausnahmen und Gefahr im Verzug

Kranke, abgestorbene oder akut umsturzgefährdete Bäume dürfen unter Umständen schneller entfernt werden. Das sollte dokumentiert werden, mit Fotos und am besten einer fachlichen Einschätzung, und im Zweifel vorher mit der Stadt abgestimmt sein. Bei Gefahr im Verzug zählt die Sicherheit zuerst, die Stadt wird dann im Nachhinein informiert.

Nachbarn und Grenzbäume

Steht ein Baum genau auf der Grenze, gehört er beiden Nachbarn gemeinsam (§ 923 BGB). Jeder kann verlangen, dass er beseitigt wird, die Kosten teilen sich beide. Am besten einigen Sie sich vorher. Auch bei Arbeiten über das Nachbargrundstück hinweg sollten Sie vorher sprechen.

Fällung vom Fachbetrieb

Große oder schwer zugängliche Bäume gehören in fachkundige Hände. Mit Hubarbeitsbühne und, zusammen mit unserem Partnerbetrieb Baumhelden, mit Seilklettertechnik (SKT) fällen und schneiden wir auch dort, wo kein Kran hinkommt, Stück für Stück von oben. So vermeiden Sie Schäden an Haus, Zaun und Nachbargrundstück. Mehr dazu unter Baumdienst und Baumfällung.

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Wir übernehmen diese Arbeiten in Bochum und Umgebung. Ortstermin und Angebot sind kostenlos.